Schnellere Einsatzreife

Renault kooperiert mit Basquevolt bei Lithium-Metall-Batterien

Renault-Tochter Ampere und Basquevolt arbeiten künftig gemeinsam an Lithium-Metall-Batterien. Ziel ist die schnellere Entwicklung und Industrialisierung der Technologie, die höhere Energiedichten und niedrigere Produktionskosten ermöglichen soll.

1 min
Das spanische Starup Basquevolt entwickelt Batterien, die im Vergleich zu heutigen Lithium-Ionen-Zellen eine deutlich höhere Energiedichte ermöglichen soll.

Die Renault‑Tochter Ampere hat eine Entwicklungskooperation mit dem spanischen Batterie-Startup Basquevolt geschlossen. Ziel der Vereinbarung ist es, Lithium-Metall-basierte Batteriezellen schneller zur Einsatzreife für den Automobilsektor zu bringen.

Leichtere Batterien, schnellere Entwicklung

Basquevolt entwickelt Batterien, die im Vergleich zu heutigen Lithium-Ionen-Zellen mit Flüssigelektrolyt eine deutlich höhere Energiedichte ermöglichen sollen. Grundlage ist eine Polymer-Elektrolyt-Technologie in Kombination mit einer weiterentwickelten Anode. Diese Kombination verspricht kompaktere und leichtere Batteriepakete sowie Vorteile bei thermischer Stabilität und Schnellladefähigkeit.

Nach Angaben beider Partner soll die Zusammenarbeit die Validierung der Technologie unter realen Einsatzbedingungen beschleunigen. Renault und Basquevolt sehen darin einen wichtigen Schritt, um Lithium-Metall-Batterien perspektivisch in Serienfahrzeugen nutzbar zu machen.

Basquevolt-CEO Pablo Fernández bezeichnet die nun vereinbarte Entwicklungsphase als Meilenstein auf dem Weg zur Marktnähe der Polymer-Elektrolyt-Technologie. „Gemeinsam konzentrieren wir uns darauf, die Leistungsfähigkeit unter realen automobilen Einsatzbedingungen zu validieren und den Übergang zu nächsten Generation von EV‑Batterien zu beschleunigen, die den sich wandelnden Anforderungen unserer Kunden entsprechen“, erklärt Nicolas Racquet, VP Vehicle & Powertrain Engineering bei Ampere.

Hoffnung auf effizientere Batterieproduktion

Die Unternehmen arbeiten bereits seit mehr als einem Jahr zusammen. In dieser Zeit habe Basquevolt gezeigt, dass seine Technologie hohe Energiedichten bei zugleich geringeren Batteriepack-Kosten ermöglichen könne. Zudem lassen sich die Zellen aufgrund des Polymer-Elektrolyten laut Hersteller mit einem einfacheren und effizienteren Produktionsprozess fertigen. Dies soll die Investitionskosten pro Gigawattstunde um rund 30 Prozent senken und zugleich den Energiebedarf pro produziertem Kilowattstundenanteil um ebenfalls etwa 30 Prozent reduzieren.

Mit der Kooperation setzt Renault seine Strategie fort, den Aufbau eines wettbewerbsfähigen Ökosystems für künftige Elektrofahrzeuge voranzutreiben, insbesondere im Bereich Batterieinnovation und Industrialisierung.

Alle Key Facts zur ChargeTec Conference 2026

Was ist die ChargeTec 2026? Die ChargeTec Conference 2026 ist eine Fachkonferenz zu Ladetechnologie und Ladeinfrastruktur für Elektromobilität.

Wann findet die Veranstaltung statt? 28.–29. April 2026.

Wo findet die Veranstaltung statt? SZ-Tower, München.

Wer ist auf der ChargeTec 2026? Experten von OEMs, Energieversorgern, Netzbetreibern, Ladeinfrastruktur-Anbietern, Logistikunternehmen, Consultants, Politik und Forschung.

Warum gibt es die ChargeTec 2026? Um zu diskutieren, wie sich Ladeinfrastruktur zuverlässig, wirtschaftlich und segmentübergreifend skalieren lässt – angesichts steigender Leistungsanforderungen und regulatorischer Vorgaben.

Worum geht es konkret auf der Konferenz? Truck- und Flottenladen, Pkw-Laden, Netzintegration, bidirektionales Laden (V2G), stationäre Speicher, Interoperabilität, Tarifmodelle und regulatorische Rahmenbedingungen.

Für wen ist die ChargeTec 2026 relevant? Für Entscheider, Entwickler und Strategen aus Automobilindustrie, Energiebranche, Infrastrukturplanung, Logistik sowie Regulierungs- und Normungsumfeld.

Welches Ziel verfolgt die Veranstaltung? Systemische Lösungen für ein leistungsfähiges, wirtschaftliches und zukunftssicheres Ladeökosystem zu entwickeln.